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Champy Cup: Nach 22 Austragungen ist Schluss
02.10.2018 08:53
Das Organisationskomitee (OK) des Unihockey-Vorbereitungsturniers Champy Cup hat sich kürzlich zu einer Schlussbesprechung getroffen, bei welcher zum einen auf das diesjährige Turnier vom 24. bis 26. August zurückgeblickt wurde. Zum anderen war auch die Zukunft des internationalen Turniers ein Thema. Im Rahmen dieser Zukunftsdiskussionen wurde eine einstimmige Entscheidung getroffen: Die 22. Austragung des Champy Cups war gleichzeitig auch die letzte. Verschiedene Gründe haben zu diesem Beschluss geführt: - Schwierige Team- und Helfersuche: In den letzten Jahren wurde es zunehmend mühsamer, Mannschaften für das Vorbereitungsturnier zu gewinnen. Die Konkurrenz durch inländische und ausländische Turniere stieg stetig. Gleichzeitig wurde auch das Finden von Helfern zuletzt nicht einfacher. Das OK möchte an dieser Stelle aber betonen, dass die Helferinnen und Helfer, die dann schliesslich für den Champy Cup gewonnen werden konnten, gute Arbeit geleistet haben. - Sinkende Motivation seitens des OKs: Der Aufwand für die Organisation des Turniers ist enorm. Die Turniere wurden stets mit viel Herzblut und Liebe zum Detail organisiert. Das OK wollte sowohl den Zuschauern als auch den teilnehmenden Teams sowie den Schiedsrichtern den Aufenthalt am Champy Cup stets so angenehm wie möglich machen. Nach 22 Austragungen machen sich beim OK gewisse Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Die Motivation für die Weiterführung des Turniers war bei den Verantwortlichen des Champy Cups nicht mehr gleich hoch wie noch vor einigen Jahren. Deshalb entschied man sich, einen Schlussstrich zu ziehen, anstatt das Turnier mit weniger Enthusiasmus weiterhin zu organisieren. - Abnehmende Euphorie bei den Zuschauern: Der Champy Cup 2018 zog anfangs weniger Zuschauer an als die Turniere in den Vorjahren. Erst das Bündner Derby im Final war sehr gut besucht, was die Gesamtbesucherzahl wieder zufriedenstellend anhob. Aufgrund der angeführten Gründe ist das OK der Meinung, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, das Turnier in Würde zu beenden. Trotzdem war die Entscheidung keine einfache Sache, wie OK-Präsident Hermann Eggler betont: «Wir ziehen eine sehr positive Gesamtbilanz. Rückblickend gibt es fast keine negativen Geschichten rund um das ganze Turnier. Der Anlass blieb zum Glück von schweren Verletzungen oder sonstigen ausserordentlichen Ereignissen verschont» Ausserdem habe man durch das Turnier viele neue Freundschaften knüpfen können und habe auch immer wieder viele schöne Rückmeldungen seitens der Zuschauer und der Spieler erhalten. «Auch die Zusammenarbeit im OK war immer sehr angenehm und konstruktiv», erklärt Eggler. Bezüglich Zukunft hält Eggler fest: Falls es auch künftig ein NLA-Vorbereitungsturnier im Raum Graubünden geben wird, sei man diesbezüglich auch bereit, in beratender Funktion den Aufbau eines neuen Anlasses zu unterstützen, sofern dies gewünscht sei.
Alligator gewinnt den Champy Cup 2018
26.08.2018 19:34
Mit 5:2 gewinnt Alligator Malans das erste Bündner Derby der Saison gegen Chur Unihockey und somit den Champy Cup 2018. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel machten Kleinigkeiten den Unterschied. Trotzdem stand der Sieg bereits relativ früh fest. Chur Unihockey gegen Alligator Malans lautete der Finale am Champy Cup. Ein Spiel, das stets für Kampf, viele Emotionen und unberechenbare Spiele steht. Zu Beginn wurden diese Erwartungen erfüllt. Es wurde ein attraktives Spiel geboten. Die beiden Mannschaften suchten sofort und ohne viele Sicherheitspässe das gegnerische Tor und es wurden einige Nettigkeiten ausgetauscht. Auffällig war allerdings, dass die Fehlerquote auf beiden Seiten doch höher war als noch in ihren gestrigen Spielen. Trotzdem gab es für die Zuschauer anfänglich schönes Unihockey zu bestaunen. Diese Aussage untermauert das erste Tor der Partie. In der fünften Minute erzielte Sandro Cavelti das 1:0 für die Churer. Dies nach einem mustergültig vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen. Luzi Weber war der Passgeber. Gut zwei Minuten später schlug es dann auch auf der anderen Seite ein. Simon Nett sieht und findet im Slot Oscar Eriksson Elfsberg, der sich diese Chance nicht nehmen lässt und für Malans ausgleicht. Keine der beiden Mannschaften konnte sich in diesem ersten Drittel eine Feldüberlegenheit erarbeiten. Dementsprechend lautete der Spielstand bei fünf gegen fünf auf dem Platz 1:1. Doch da Alligator in der 10. Minute noch ein Powerplay zugesprochen erhielt, führte nach 20 Minuten trotzdem Malans. Dan Hartmann verwertete ein schönes Zuspiel von Kevin Berry. Der zweite Abschnitt war dann nicht mehr ganz so chancenreich wie noch der erste. Die beiden Mannschaften konzentrierten sich nun vermehrt auf die Defensivaufgaben und suchten die Offensive nicht mehr mit der gleichen Vehemenz. Die grössten Möglichkeiten waren deshalb hauptsächlich während den Powerplays auszumachen, wovon es auf beiden Seite je eines gab. Aber auch diese Chancen blieben ungenutzt, sodass das Drittel lange Zeit torlos blieb. Es brauchte schliesslich einen Fehler, damit das vierte Tor Tatsache wurde. Churs Torhüter David Rytych wollte nach einem fehlgeschlagenen Malanser Angriff das Spiel schnell machen, warf aber genau auf den Stock von Hartmann aus, der den Ball zu Remo Buchli spedierte. Buchli nutzte diese eins-gegen-null-Situation souverän. Somit ging es mit einer 3:1 Führung für Alligator ins Schlussdrittel. Rytych stand zu Beginn des Schlussdrittels dann erneut im Fokus. Lukas Veltsmid erwischte den Tschechen im Churer Tor zwischen den Beinen und erhöhte das Verdikt in der 43. Minute somit auf 4:1. Rytych, der ansonsten ein sehr gutes Turnier spielte, machte heute somit nicht die glücklichste Figur. Bei diesem Resultat bleib es danach lange Zeit. Chur war zwar bemüht und hatte etwas mehr Ballbesitz, aber wirklich gefährlich vor das Tor von Alligator-Torhüter Jonas Wittwer kam man nur selten. Die grosse Chance, wieder heranzukommen, ergab sich für für Chur Unihockey dann nach knapp 54 Minuten. Nico Obrecht musste für einen Stockschlag auf die Strafbank. Und tatsächlich: In der zweiten Minute der Überzahl gelang Paolo Riedi auf Vorlage von Jan Binggeli der Treffer zum 4:2. Zu mehr reichte es den Churern aber nicht mehr. Im Gegenteil: Kurz vor Schluss traf Florian Tromm nach einem Konter zum 5:2 Schlussergebnis.
Wasa verpasst Coup knapp
26.08.2018 17:15
Waldkirch St. Gallen zeigte gegen den FC Helsingborg eine starke Leistung. Lange führte man gegen den Vorjahressieger. Wasa wusste mit kämpferisch starken Leistungen und guten Abwehrleistung zu überzeugen. Doch im Schlussdrittel konnten die Schweden noch eine Schippe drauflegen und entschieden die Partie schliesslich mit 5:3 für sich. Wasa startete topmotiviert und fokussiert ins Spiel um Platz 3. Es war spürbar, dass die St. Galler dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Waldkirch kam in den Startminuten zu den besseren Möglichkeiten und stand defensiv äusserst kompakt. Nach 2.41 Minuten wurde diese Anfangsbemühung mit einem ersten Powerplay belohnt. Und knapp 40 Sekunden später gelang Wasa tatsächlich die verdiente Führung. Roman Mittelholzer traf. Dieses Tor blieb bis nach Spielhälfte das einzige. Zum einen liess die kompakte St. Galler Hintermannschaft sehr wenig zu, zum anderen waren die Schweden bis zu diesem Zeitpunkt erschreckend ideenlos und ohne Durchschlagskraft. Auch eine höhere St. Galler Führung wäre nicht unverdient gewesen. Doch da den St. Gallern diese verwehrt blieb, stand es auch in der 32. Minute noch 1:0, als mit Michael Sutter ein Spieler von Waldkirch auf die Strafbank musste. Und dieses Powerplay nutzten die Schweden tatsächlich zum 1:1. Frederik Gjödalstuen wurde schön freigespielt und hatte keine Mühe einzuschieben. In der Folge tauchte Helsingborg vermehrt vor dem St. Galler Tor auf. Und die Schweden zeigten sich effizient. Mittels eines Handgelenkschusses von Fredrik Azelius ging der FCH erstmals in dieser Partie in Führung. Davon liess sich Wasa aber nicht verunsichern. Im Gegenteil: Nur kurze Zeit später lag der Ball wieder im Tor der Schweden. Allerdings zählte der Treffer wegen eines Torraumvergehens eines St.Gallers nicht. Doch kurz darauf lautete das Resultat auf der Anzeigetafel dann trotzdem 2:2. Michael Schiess verwertete einen zugesprochenen Penalty ohne Probleme. Der Start in den dritten Abschnitt gehörte ebenfalls Wasa. Nur gerade 44 Sekunden nach Wiederaufnahme der Partie war es erneut Michael Schiess, der sich als Torschütze feiern lassen konnte. Waldkirch spielte auch danach munter mit dem schwedischen Klub mit. Doch umso länger das Drittel dauerte, desto mehr Druck machten die Schweden auf das Tor von Wasa. In der 51. Minute war es dann passiert. Fredrik Azelius erhielt zu viele Freiräume und versenkte den Ball mittels einem starken Schlagschuss in den Maschen. Was folgte, war die stärkste Phase von Helsingborg in diesem Spiel. In der 53. wurde Linus Nordgren mustergültig von Daniel Sebek im Slot angespielt und verwertete diese Vorlage Volley. Mit dem 5:3 durch Andreas Lindholm in der 55. Minute war dann die endgültige Entscheidung gefalllen.
Rychenberg gewinnt Offensiv-Spektakel
26.08.2018 14:36
Das Spiel um Platz fünf zwischen Tatran Stresovice und dem HC Rychenberg Winterthur stand unter dem Motto „spielen und spielen lassen“. Dementsprechend fielen im ersten Platzierungsspiel viele Tore. Mit dem besseren Ende für Rychenberg. Mit einem (täuschend) deutlichen 10:6 holten sich die Winterthurer den fünften Schlussrang. 49 Sekunden dauerte es, bis die Torsirene zum ersten Mal ertönte. Jonas Kreysa war es, der praktisch mit dem ersten Angriff der Partie zur Führung für die Tschechen traf. Somit ging Tatran erstmals in einer Partie in Führung. Danach hatte Rychenberg einige hochkarätigen Ausgleichschancen. So verpassten die Winterthurer in der siebten Minute nach einer zwei gegen eins Situation den Ausgleich innert weniger Sekunden gleich mehrmals nur knapp. So mussten die Winterthurer dann nach etwas weniger als acht Minute bereits einem zwei-Tore-Rückstand hinterherrennen. Marek Pixa erhöhte für Tatran auf 2:0. Beide Teams fanden in der Offensivzone enorm viel Platz vor. Diesen nutzte nun auch Winterthur aus: Michel Schwerzmann (11. Minute) und Yves Huser (17. Minute) glichen für Rychenberg verdient aus. Vor allem beim 2:2 sah die Abwehr von Tatran alles andere als sattelfest aus, lieferte man den Winterthurer doch mehr Geleitschutz denn wirkliche Gegenwehr. In der 18. Minute lagen die Winterthurer dann erstmals in Front. Tommi Tilus nutzte einen schlechten Auswurf vom tschechischen Keeper zum 3:2. Auch im zweiten Drittel verging nicht viel Zeit bis zum ersten Treffer. 80 Sekunden dauerte es, bis der Ausgleich für Tatran da war. Weiterhin schien die Abwehrarbeit bei den beiden Mannschaften von sekundärer Priorität zu sein. Tomas Vana nutzte in der 27. Minute den freien Platz für einen platzierten Handgelenkschuss zum 4:3 für Tatran. Erneut gelang es den Winterthurern aber postwendend auszugleichen. Kurz nach Spielhälfte war es zum zweiten Mal an diesem Nachmittag Tilus, der einnetzen konnte. Er Er traf in Überzahl aus kurzer Distanz zum 4:4. Doch bereits in der 32. Minute mussten die Winterthurer erneut einem Rückstand nachrennen. Milan Melis sorgte für das 5:4, das auch nach 40 Minuten noch Bestand hatte. Die 47. Minute war angebrochen, als Marc Hauser von hinter dem gegnerischen Tor Lukas Grunder im Slot bediente, der keine Mühe hatte, zum 5:5 auszugleichen. Bis zur 50 Minuten gelang beiden Teams noch ein weiterer Treffer, sodass es mit dem Resultat von 6:6 in die letzten zehn Minuten ging. Auch fünf Minuten vor Schluss stand es immer noch unentschieden. In der 57. Minute dann die entscheidende Szene: Nils Conrad kann alleine auf den tschechischen Torhüter losziehen, wird gestört und erhält einen Penalty zugesprochen. Michel Wöcke übernimmt für Winterthur die Verantwortung und versenkt in spektakulärer Manier zum 7:6 für Rychenberg. In der Folge riskierte Tatran bereits alles und spielte fortan ohne Torhüter. Allerdings ohne Erfolg: Gleich zweimal landete der Ball noch im leeren Tor der Tschechen. Und kurz vor dem Ende gelang Benjamin Borth aus kurzer Distanz gar noch das „Stängeli“.
Chur bodigt Wasa
25.08.2018 22:26
Mit der Partie UHC Waldkirch St. Gallen gegen Chur Unihockey wurde die Vorrunde des diesjährigen Champy Cups abgeschlossen. Das Spiel war ein würdiger Abschluss der Gruppenphase. Besonderen Reiz hatte das Aufeinandertreffen, weil dem Sieger die Teilnahme am Finale winkte. Trotzdem war das Spiel keineswegs taktisch geprägt, sondern wurde mit offenen Visieren geführt. Daraus resultierte eine offensive Partie. 3:3 stand es nach 40 Minuten, das Ergebnis hätte aber gerade so gut 7:7 lauten können. Die beiden Teams, die im Vergleich zur ersten Partie einige Änderungen vornahmen, lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Klare Vorteile waren sowohl chancen- als auch resultatmässig keine auszumachen. Mehr als 12 Minuten dauerte es, bis der erste Treffer Tatsache wurde. Marcel Stucki erzielte in Überzahl das 1:0. Doch die Führung hielt nicht allzu lange: Zuerst glich Yves Bunner nach etwas mehr als 14 Minuten für Wasa aus und nachdem Jan Binggeli für einen Stockschlag auf die Strafbank musste, gelang Wasa in der 17. Minute gar die erstmalige Führung. Doch Binggeli kam energiegeladen von der Zwangspause zurück: Nur gerade 16 Sekunden nach der St. Galler Führung versenkte der Churer eine Vorlage von Luzi Weber souverän. Auch im zweiten Drittel war das Spiel mehr von Kontern und Grosschancen denn von Zweikämpfen und Sicherheitspäsen geprägt. Doch erneut dauerte es mehr als 12 Minuten, bis das erste Tor im Mitteldrittel fiel. Sandro Cavelti war es, der mit einem schönen Handgelenkschuss für die zwischenzeitliche 3:2-Führung bedacht war. Den Schlusspunkt unter das zweite Drittel setzten dann Michael Schiess, der erneut ausglich. Im dritten Drittel nahm die Chancen-Dichte etwas ab. Aber noch immer konnte sich keine der Mannschaften wirkliche Vorteile bei den Spielanteilen erarbeiten. Umso wichtiger war zu diesem Zeitpunkt, wem das nächste Tor gelingt. In der 46. Minute war es soweit: Stefan Meier schoss St. Gallen mit einem Handgelenkschuss in Front. Doch aufgrund der Spielanteile wenig überraschend folgte die Reaktion der Churer sogleich. In der 50. Minute spedierte der neue schwedische Verstärkungspieler der Churer, Dennis Blomberg, den Ball knapp hinter die Linie. Die Uhr tickte in der Folge unaufhörlich runter, ohne das eines der beiden Teams den entscheidenden Schlag landen konnte. Erst in der 58. Minute passierte es: Mario Jung wurde auf der linken Seite mustergültig angespielt und der Ball lag hinter dem St. Galler Torhüter im Netz. Danach riskierte Wasa alles und nahm den Torhüter raus. Binggeli nutzte dies aus und netzte ein. Auch Paolo Riedi kam dann noch zu seinem Torerfolg, sodass am Schluss ein 7:4 auf der Anzeigetafel stand. Damit kommt es zum Finale zwischen Chur Unihockey und Alligator Malans.
Waldkirch St. Gallen 3:5
FC Helsingborg

Chur Unihockey 2:5
Alligator Malans